Roulette Regeln

Roulette gehört genau wie Poker Regeln oder Blackjack Regeln zu den ältesten Casinospielen unserer Zeit. Fälschlicherweise wird oftmals der französische Mathematiker Pascal als der Erfinder des Roulettespiels genannt. Das Spiel selbst besitzt seinen Ursprung aber im Italien des 17. Jahrhunderts. Erst im 18. Jahrhundert erreichte das Roulettespiel Frankreich und eroberte dort die Pariser Spielhäuser. Noch heute gehört das Roulettespiel sowohl in Online Casinos wie Offline Spielbanken zu den beliebtesten Tischspielen unserer Zeit und erfreut sich nach wie vor extrem hoher Beliebtheit bei Spielern auf der ganzen Welt.

Spielablauf: So wird Roulette gespielt

Ein Roulettespiel besteht zum einen aus dem Rouletterad, in dem sich eine Kugel dreht. Das Rouletterad selbst ist unterteilt in schwarze und rote Felder, welche die Zahlen von 0-32 als Aufdruck besitzen. Spieler setzen ihre Spielchips (Jetons) vor Rundenbeginn auf bestimmte Felder des sogenannten Tableaus. Damit ist der Roulette-Tisch gemeint, der sich in unterschiedliche Felder unterteilt. So können Spieler hier zum Beispiel auf das Erscheinen einer bestimmten Zahl wetten oder auf das Treffen einer bestimmten Zahlengruppe. Alternativ kann auch gewettet werden, ob eine rote oder schwarze Farbe getroffen wird oder ob die getroffene Zahl gerade oder ungerade ausfällt.
Roulette














Ziel des Spiels

Spieler versuchen passende Zahlenreihen, Kolonnen, Farben oder andere Zahleneigenschaften vorherzusagen, in dem sie auf diese Einsätze wetten. Wenn der Spieler mit der Vorhersage richtigliegt, generiert er einen Gewinn. Die Spieler spielen alle gegen die Bank, nicht gegeneinander.

So wird eine Runde Roulette gespielt

Vor dem Spielbeginn nehmen die Spieler am Roulettetisch Platz und platzieren vor sich ihre Chips. Das Spiel selbst wird von einem sogenannten Croupier geleitet. Dieser Casino-Mitarbeiter setzt nach getätigten Einsätzen das Rouletterad in Bewegung und lässt in dieses die Roulettekugel fallen. Solange sich die Kugel im Rouletterad bewegt, können noch Einsätze platziert werden. Mit dem Ausspruch „Nichts geht mehr!“ des Croupiers sind keine Einsätze mehr möglich. Die Kugel selbst bewegt sich jetzt nur noch langsam und findet ihren endgültigen Platz. Die Stilstillstandpunktion der Kugel legt somit die Gewinnzahl fest. Nun prüft der Croupier, welche Einsätze gewonnen haben und zahlt entsprechende Gewinne an die Spieler. Verlorene Einsätze werden von ihm eingezogen. Eine neue Runde beginnt.

Folgende Einsatzoptionen bietet der Roulette-Tisch in jeder Variation. Die einfachste und gleichzeitig risikoreichste Möglichkeit stellt der Einsatz auf eine bestimmte Zahl dar. Dazu legt der Spieler seinen Einsatz auf das entsprechende Zahlenfeld. Unter einem Cheval versteht man, dass nicht nur auf eine Zahl, sondern auf zwei Zahlen gesetzt wird. Dabei handelt es sich immer um zwei benachbarte Zahlen. Außerdem kann auf eines der drei Dutzende gewettet werden. Damit sind die Zahlen 1-12,12-24 und 25-36 gemeint. Zusätzlich darf daraufgesetzt werden, ob eine gerade oder ungerade (pair/impair) Zahl getroffen wird.
Tisch Chips Spieler















Die einzelne Wettoptionen beim Roulette besitzen unterschiedliche Gewinnoptionen. Einfache Chancen wie zum Beispiel Wetten auf gerade ungerade oder ob rot oder schwarz erscheint, besitzen eine 1:1 Gewinnquote. In diesem Fall gewinnt der Spieler genau seinen Einsatz als Gewinn. Bei den Dutzenden und Kolonnen fällt eine 2:1 Gewinnquote an. In diesem Fall wird der Einsatz des Spielers verdoppelt. Wer beim Setzen auf zwei aufeinanderfolgende Querreihen richtigliegt, erhält eine fünffache Erhöhung seines Einsatzes als Gewinn. Wer mit seinem Tipp auf vier aneinander angrenzende Zahlen auf dem Tableau richtigliegt, sichert sich eine achtfache Erhöhung seines Einsatzes als Gewinn. Bei drei Zahlen einer Querreihe erhöht sich der Gewinn von einer achtfachen auf eine elffache Erhöhung. Beim Tipp auf nur zwei benachbarte Zahlen beträgt die Gewinnquote 1:17. Wer hier zehn Euro Einsatz wählt, erhält im Gegenzug einen Gewinn in Höhe von 170 Euro. Die größtmögliche Quote erzielt das Wetten auf eine bestimmte Zahl. Wenn Du mit Deinem Tipp auf die richtige Zahl richtigliegst, wird Dein Einsatz 35-fach erhöht. Es handelt sich um die größtmögliche Gewinnoption der Einzelwetten beim Roulette.

Strategien beim Roulette

Beim Roulettespiel handelt es sich außerdem um eines der wenigen Glücksspiele, bei denen mit Strategie gespielt werden kann. Eine der bekanntesten und einfachsten Strategien ist hier die sogenannte Setz-Strategie. Bei dieser wird eine der einfachen Wettoptionen wie Schwarz-Rot oder gerade/ungerade gewählt. Bei diesen erhält der Spieler immer eine Verdoppelung seines Einsatzes, wenn er richtigliegt. Der Spieler geht man folgendermaßen vor. Er setzt zehn Euro auf schwarz. Erscheint schwarz, hat er zehn Euro gewonnen und das System beginnt von Anfang an von neuem. Er spielt also wieder zehn Euro Einsatz auf schwarz. Erscheint jetzt die rot, hat er zehn Euro verloren. In der darauffolgenden Runde verdoppelt der Spieler seinen vorhergegangenen Einsatz und setzt nun 20 Euro wieder auf schwarz. Trifft er nun, hat er abzüglich seines Verlustes in der Runde davor 10 Euro Gewinn eingespielt. Trifft er nicht und es erscheint erneut rot wird nun der Einsatz von 20 Euro erneut verdoppelt und es werde jetzt 40 Euro auf Schwarz gesetzt. Trifft der Spieler nun schwarz landet ebenfalls ein Gewinn in Höhe von zehn Euro auf dessen Konto nachdem die Verluste der vorhergegangenen Wetten abgezogen wurden. Dich interessiert diese Strategie? Dann findest Du mehr Infos hier!

Wichtig: Roulette Strategen in Spielbank & Online meist verboten

Wer privat mit Freunden Roulette spielt, der kann problemlos mit einer solchen Strategie agieren. In diesem Fall beraubt sich der Spieler aber um spannende Spielmomente am Roulettetisch, da es sich im Grunde nur um ein einfaches Setzspiel handelt, bei dem der Spieler am Ende seinen Erst-Einsatz als Gewinn rausholen kann. Um hiermit langfristig Erfolg zu haben, müsste man schon sehr lange diese Strategie verfolgen. In Online Casinos und den Offline Spielbanken sind entsprechende Strategien oft verboten. Sobald der Croupier mitbekommt, dass eine entsprechende Strategie verwendet wird, wird der Spieler in der Regel vom Tisch entfernt. Im schlimmsten Fall erhält er ein Hausverbot für die Spielbank. Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum Online Casino bei Bonusangeboten Roulette-Einsätze meistens nur mit 10 % des Einsatzes zum Bonus-Rollover gewichtet werden.

Exkurs: Kessel gucken und wie das Casino reagiert

Es gibt Profis, die das „Kessel gucken“ beherrschen. Damit ist Folgendes gemeint: Profifußballer oder Profi-Tennisspieler sind in der Lage, die genaue Flugbahn eines Balles vorherzusagen. Ähnliches ist beim Roulette möglich. Spieler, die in der Lage sind, den Endstand der Kugel vorherzusagen, warten in diesem Fall mit ihren Einsätzen bis kurz vor dem Moment, in dem keine Einsätze mehr getätigt werden können. Und genau hier greift dann auch ein Sicherheitsmechanismus des Casinos. Wenn der Croupier merkt, dass ein Kessel-Gucker am Tisch sitzt, dann wird das „Nichts geht mehr“§ einfach sofort nach dem Einwurf der Kugel ausgesprochen. Hier hat das Casino einen Ermessensspielraum. Es sind somit keine Einsätze während dem Drehen des Rads mehr möglich.
Roulette Kugel

















Tipp: Vor Spielbeginn kurz einzelne Setzoptionen mit allen Spielern durchsprechen!

Roulette erfreut sich deshalb nach wie vor weltweiter Beliebtheit, weil es sich um das bekannteste Glücksspiel der Welt handelt. Der Spielverlauf und das Spielprinzip sind extrem einfach zu erlernen und bedürfen keiner großartigen Erklärung. Es handelt sich außerdem um eines der wenigen Glücksspiele, bei denen mit Strategie vorgegangen werden kann. Heute finden sich Roulette-Spiele in fast jedem renommierten Online Casino im Netz und in so gut wie jeder renommierten Offline Spielbank in Deutschland. Wer Roulette privat mit Freunden spielt, sollte vor Spielbeginn alle verfügbaren Gewinnoptionen, die auf dem entsprechenden Roulette-Tableau abgebildet sind, mit allen Teilnehmern durchsprechen. Hier sollte kurz besprochen werden, für welche Wette diese stehen und welche Gewinn-Erhöhungen hier greifen. Das ist wichtig, da sich Aufdrucke und Roulette-Variationen hier untereinander ein wenig unterscheiden.